The Reincarnation of a 73' Shovelhead Harley

Sonntag, 29. April 2012

Harley-luja!

Letztes Aprilwochenende, die Sonne brennt – 3 Wetter Taft! Knapp 30 Grad sorgten für die nötige Motivation Milady nun endlich aus ihrem dunklen Verlies zu  befreien und mal kurz den Staubwedel zu schwingen. Grundsätzlich gibt es keine Klagen, auch wenn meine Garage jeden sibirischen Eigenbau in den Schatten stellt, so sehen die Oberflächen doch sehr manierlich aus.


Vor dem ersten Ziehen am Hebelstarter steigt der Puls jedes Mal von neuem in freudiger Erwartung des ballernden Geräuschs jenseits der 100 Phon Marke. Harley-luja! Einmal ziehen und die Nachbarschaft weiß nun, dass die neue Saison eingeleitet wurde.
Schon während sie im Leerlauf vor sich hinblubbert ziehen an meinem geistigen Auge die ersten Maßnahmen für 2012 vorbei: Klären, ob die beiden Töpfe unterschiedlich heiß werden, Abgaswerte mal messen, Primär und Hebelstarter endlich abdichten und vor allem den Vergaser, das unbekannte Wesen verstehen lernen…
Um den geistigen Vorhaben auch gleich mal Taten folgen zu lassen habe ich mir ein Laserthermometer besorgt. Mit eben solchem kann man die Temperaturen jeglicher Oberflächen bequem aus der Entfernung messen ohne Hand anlegen zu müssen. Geilomat!


Die Daten sind schnell ermittelt und widersprechen der ersten Vermutung, dass die beiden Töpfe unterschiedlich heiß werden. Ganz im Gegenteil, sie liefern identische Werte ab, wobei sich die Temperatur vom Zylinder über den Zylinderkopf hin zur Rockerbox deutlich reduziert. Fakt ist aber, dass der vordere Krümmer stark verfärbt ist und tatsächlich auch ca. 20 Grad heißer wird als der hintere.
Dies liegt bestimmt an der enormen Reibung, die vorn entsteht wenn Elli mit Höchstgeschwindigkeit die Luft durchpflügt ;-) Die Endrohre hingegen sind mit knapp 40 Grad schon wieder fast Handwarm…


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen