The Reincarnation of a 73' Shovelhead Harley

Freitag, 13. Mai 2011

Ein bisschen Gas muss sein…

Wir waren nicht untätig! Soll heißen, der Vergaser tut! Und wir waren auch schon auf der Straße – ohne Zwischenfall… und ohne Liegenbleiben…

Letztes Jahr war ich ja noch der festen Meinung, dass der alte Andrews Flowmaster, ein Tuningvergaser aus den 70ern wieder zum Leben erweckt werden könnte. Einen Versuch hatte ich auch schließlich unternommen und ihn bei Hartmut zum lecker Ultraschall-baden abgegeben – vergebens und leider auch nicht umsonst. Wahrscheinlich ist er dann doch ne Spur zu alt und in den tiefsten Windungen seiner Kanäle leider ordentlich zugesetzt. Zumindest war er auch nach der Säuberung immer noch am Stottern und im oberen Lastbereich hatte man das Gefühl man fährt’nen 50ccm-Roller – da kam gar nichts mehr.

- Andrews Flowmaster -

Die endgültige Entscheidung ergab sich jedoch eher aus dem Umstand, dass sich der Schwimmer immer wieder in der Kammer verklemmte und so den Sprit zum Luftfilter rausspuckte.
Als Alternative sollte zum Testen erstmal ein CV-Evo-Vergaser ran. Hab’ mir schließlich auch einen für überschaubares Geld besorgt, aber trotzdem nie angebaut. Denn relativ schnell war klar, dass beim Vorhaben „neuer Vergaser an altes Bike“ wie immer nix, aber auch gar nix zusammenpasst… Gaszug nicht an den Vergaser, Vergaser nicht an den Manifold, Luftfilter nicht an den Vergaser…

Nur für mal Testen schien mir der Aufwand dann doch zu hoch, also sollte es gleich richtig sein und so ist es ein Mikuni HS-40 geworden. Ein Flachschiebervergaser, der den alten Big Twins ordentlich Dampf machen soll und zudem noch optisch schicki daher kommt.


Da der Mikuni aber nur über einen Adapter am Manifold gesteckt wird braucht es eine Abstützung über den Luftfilter. Die habe ich mir von Mikuni Topham besorgt. Aus Lauenau gab’s dann noch ein Aludrehteil, welches wiederum eine feste Verbindung mit der Grundplatte eines Luftfilters ermöglicht. Der originale Luftfilter für den Mikuni HS-40 ist leider ein Riesen-Aparillo und schied daher sofort aus. Das bedeutete jedoch wieder hindengeln eines anderen K&N-Lufis, sprich Innendurchmesser der Grundplatte aufweiten und mit neuen Bohrungen versehen. Das rumdoktern hat sich aber gelohnt, denn jetzt sitzt alles wie Ast.

- Gaszug mit Schraubnippel -

- Alu-Adapter und Stütze -

- Grundplatte -

- vorläufiger Endzustand -

Dran isser und fahren tut sie. Liegen bleiben war gestern. Trotzdem ist der Setup noch optimierungsbedürftig. Oben könnte ruhig noch mehr kommen – denn – ein bisschen Gas muss sein… :-)

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