The Reincarnation of a 73' Shovelhead Harley

Dienstag, 22. Juni 2010

We break for nothing...

… aber nicht, weil wir nicht wollen, sondern weil wir nicht können... Von einer 37 Jahre alten Harley-Bremse darf man einfach nicht zu viel erwarten – die beißt nicht wirklich zu, wenn man sie betätigt. „Wer bremst verliert“ kommt hier nicht von ungefähr…

Im Jahr 1972 bekamen die Harley’s zum ersten Mal vorn eine Scheibenbremse verpasst. Absolute Revolution! Und im Folgejahr '73 - also Elli’s Geburtsjahr - wurde dann auch am Hinterrad von Trommel auf Scheibe umgerüstet. Somit gehört Elli zu den ersten Bikes, die mit den „Bananen“-Sätteln ausgerüstet worden sind.

Nachdem die beiden Anlagen abgebaut waren offenbarte sich auch hier wieder mal der ganze Siff der letzten Jahre. Klar, dass die vier Sattelhälften auch zum Pulvern mussten. Zudem gab’s natürlich neue Dichtungen und Schrauben sowie neue Ventile und Leitungen. Für den Handbremshebel gab’s zudem noch einen Reparatur-Kit, da durch die Nachlaufbohrung im Zylinder einfach keine Bremsflüssigkeit nachgepumpt werden konnte.

- Vorn vorher -

- Vorn nachher -


- Hinten vorher -

- Hinten nachher -

Apropos Bremsflüssigkeit… Dieses Zeug ist wirklich ätzend! Es toppt zwar nicht die Tankversiegelung, aber dennoch nervt’s wenn es über Lack und Chrom läuft. Dabei kann man die Schraubverbindungen noch so fest anziehen, das Zeug sucht sich seinen Weg...

Interessant war, dass man die Bremsen durch die Entlüftungsventile befüllen musste. Wir haben es natürlich erst mal über den Handbremszylinder versucht und uns gewundert, warum sich da nix tut - von oben schafft man es einfach nicht die riesige Luftblase rauszudrücken. Wie auch immer, wir haben auch das gemeistert - alles dicht und schön. Jetzt kommt's nur noch drauf an, ob's auch tut…

Fakt ist, eine Harleybremse lebt vom vorausschauenden Fahren. Gefahrenbremsungen gibt’s einfach nicht...! Außerdem gilt ja: Wer spät bremst fährt auch länger schnell… ;-)

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