The Reincarnation of a 73' Shovelhead Harley

Montag, 5. April 2010

Ich hab’ Rücken…

Nicht zu glauben! Es war schönes Wetter! Der passende Moment um den Motor draußen zu wienern. Ursprünglich wollten wir ihn mal komplett zerlegen… Die Rückmeldung zu diesem Vorhaben seitens Hartmut war jedoch eindeutig: Lasst das mal lieber…! Nur reinschauen: 1.000 Euro. Komplette Revision zwischen 2.500 und 5.000 Euro – eher Letzteres. Och nee… lass mal. Somit beschränken sich die Maßnahmen auf die rein optische Pflege.

- vorher -



Was braucht man dazu? Motorreiniger, wieder mal viel Bremsenreiniger, diverse Schleifmittel, Metall-Politur, Drahtbürsten und viel Zeit. Ach ja, und two strong arms… So groß sieht er ja nicht aus, aber beim ersten Anheben dachte ich er wäre am Boden verschraubt… Beim nächsten Versuch - mehr aus den Knien – ging’s dann. Mit schmerzverzerrtem Gesicht habe ich ihn aus der Garage auf die Terrasse gehievt. Dort fiel mir dann ein, dass man das gute Stück auch auf etwas Fahrbarem hätte hinrollen können. Der Rückweg wurde somit auf einem Skateboard absolviert. Diesmal ohne Rückenschmerzen… ;-) Hab ihn mal auf die Waage gestellt: exakt 66 Kilo wiegt ein Shovelhead Big Twin.

Um den Motor im ausgebauten Zustand abstellen zu können bedarf es eines Halters. Die „Wooden Box“ vom Shovelschuppen (Technik / Motor allgemein) ist dabei eine günstige Alternative zu den speziellen Motorhaltern aus dem Zubehör. Zum längeren Deponieren reicht sie völlig aus, aber zum Reinigen macht’s keinen Sinn, denn man kommt nicht an die Unterseite ran. Da ist der passende Halter schon ne feine Sache.

- Wooden Box -
- mit Motorhalter -
Wenn ich mir das Ergebnis anschaue bin ich ganz zufrieden. „Wie aus’m Laden“ ist mit den Mitteln zwar nicht zu machen, aber die alte Dame hat ja auch schon Einiges mitgemacht und diese Spuren der Zeit soll man auch durchaus sehen können.
- nachher -

Von meinem Vorbesitzer weiß ich, dass Elli ursprünglich mal starre Stößel hatte. Er hat sie später wieder durch die originalen hydraulischen Stößel ersetzen lassen. Aber nicht einfach aus’m Katalog! Sondern aus Teheran, direkt vom Schah ;-) Die Stößel hatte er dort während eines Drehs erstanden. Zu Schah-Zeiten war die Teheraner Polizei nämlich mit Harleys unterwegs… Rock'n'Roll am kaspischen Meer... ;-) Zudem wurden die Kolben und Kolbenringe erneuert - eine Vorsichtsmaßnahme. Kurz darauf erhielt die Elli noch bleifreie Sitzringe, damit sie "Super bleifrei" verträgt. Vor zwei Jahren wurde ihr dann noch eine neue S&S Ölpumpe spendiert, wegen der besseren Ölversorgung. Somit ist auch im Inneren des Aggregats schon Einiges passiert. Ich habe jetzt noch mal jede Schraube und Mutter den Vorgaben entsprechend mit dem jeweiligen Drehmoment angezogen. Fertig! Die Anzugsmomente findet man im Buch oder in der Techbase von Shovelhead.de.

- Ein fast echter Warhol… -

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen