The Reincarnation of a 73' Shovelhead Harley

Dienstag, 16. März 2010

Rolling Chassis

Nach Rahmen, Schwinge, Reifen und Gabel steht dem Rolling Chassis ja nix mehr im Weg! Mal eben schnell zusammenstecken und fertig is’ der Lack… Von wegen... Wieder schwer verschätzt. Der Grund: die Pulverung. Wie ich in dem Zusammenhang schon erklärt habe fliegt die Pulverung nahezu überall hin. Somit ist man gut beraten sämtliche Gewinde und Durchführungen sehr gut zu verschließen. Bei den Gewinden ist das auch geschehen, nur bei den „Durchführungen“ habe ich irgendwie gepennt und beim Rahmenbauer nix gesagt. Konnte mir gar nicht vorstellen, dass die Schicht ein Problem werden könnte. Aber mittlerweile wissen wir ja, dass man auch in Milwaukee ganz genau arbeiten kann… Die absolut neuralgischen Punkte sind das Innere der Hinterrad-Schwinge - sprich die Öffnung, wo die Kettenspanner reingeschoben werden – sowie die Durchführungen am Rahmen für die oberen beiden Haltebolzen der hinteren Stoßdämpfer. Keine Ahnung, ich glaube ich habe hier an jedem Punkt gefühlte 2 Stunden geschliffen und gefeilt, bis die Pulverung wieder runter war. Beim Innenvierkant-Profil der Schwinge gab’s eh keine andere Chance als Schleifen und für die Bolzenlöcher war spontan weder eine passende Reibahle noch ein entsprechender zölliger Bohrer aufzutreiben. Also war auch hier Handmade angesagt. Aber für Elli werden ja weder Aufwand noch Mühen gescheut!
- Schwinge -
- Bolzen alt -
- Bolzen neu -

Auch nach erfolgreicher Schleifer-Arie war jedoch noch nix mit fertigem Chassis, denn ich hatte mir noch einen anderen schönen Schnitzer geleistet… Um die Schwinge wieder an den Rahmen zu bekommen braucht’s ja nicht nur den Schwingenbolzen – der war null Problem – sondern noch zwei Stoßdämpfer. Und die sahen eigentlich ganz gut aus. Eigentlich war ich fest davon ausgegangen, dass die beiden Freunde auch wieder eingebaut werden – nach geringfügiger Pflege und Wartung...
Oben und unten hat der Stoßdämpfer zwei Augen. In diesen steckt jeweils ein in Gummi gelagertes Röhrchen. Angesichts der zahlreichen Zubehörkataloge, die mit ihren jeweils ca. 30.000 Artikeln wirklich jedes noch so kleine Futzel-Teil ersetzen können ist mir gar nicht in den Sinn gekommen, dass es mit diesen Gummi-Dämpfern Probleme geben könnte… Von daher: Gummis gesichtet, als alt und bröckelig befunden und - zack - rausgekloppt. Am nächsten Tag wollte ich in Lauenau dann meine Bestellung platzieren, als mir Hartmut erklärte, dass das mit den Gummis ja nicht so ’ne gute Idee war, denn die wären ja schließlich ein-vulkanisiert. Selbst wenn’s Ersatz gäbe, bekommt man sie nicht wieder rein. Na alles klar. Wie war das noch mit der Erfahrung… mit vorher und nachher…



Damit waren die alten Dämpfer für die Tonne und anstatt des vermeintlichen Cent-Artikels stand nun das nächste Investment ins Haus. Ich habe mir dann einfach ins Gewissen geredet, dass es sich hier ja eh ums Thema Fahrwerk dreht und so gesehen Ellis neue Hinterbeinchen ja auch für mehr Sicherheit sorgen würden. Als Ersatz für die alten OEM-Dämpfer ist’s dann doch das teurere Modell von Progressive geworden. Janett aus Lauenau hat mir dann doch die erst geplanten Taiwan-Kopien ausgeredet. Geht ja auch nicht! Taiwan! An der Elli! Nix hier – Made in U.S.A ist angesagt! Passt und sieht gut aus.
- ohne -
- mit -

Ja ja – könnt’ alles so einfach sein… isses aber nich… ;-)

Ich wollte das Rolling Chassis eigentlich draußen und etwas fotogener ablichten, aber das Wetter lässt einen ja nicht. HASS! Egal - irgendwann muss es ja wieder besser werden und dann gibt’s auch ein paar schönere Bilder! Janni hat die Hilde schon deutlich besser in Szene gesetzt. Dafür steht sie jetzt im Keller und wir vor der Herausforderung sie wieder ans Tageslicht zu befördern… Leergewicht 350 kg... Ick freu mir!

- für den Anfang... -





1 Kommentar:

  1. Hi Shovelluzzer, das Wetter wird besser und nimm Dir am WE nix vor. Die Hilde muss ans Tageslicht!! Let´s rock!!!

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