The Reincarnation of a 73' Shovelhead Harley

Samstag, 8. August 2009

Wie alles begann...

Es ist der 8. August 2009. Jan und ich stehen bei der Bikefarm und schauen uns Motorräder an. Wir hatten uns in den Kopf gesetzt endlich auch zum erlauchten Kreise der Besitzer von Milwaukee Alteisen zu gehören. Das war bis dahin noch nicht immer so klar. Denn bisher war das Objekt unserer Begierde eigentlich ein 70er Benz W111. Mangels Masse, Platz und vor allem Null Vorkenntnissen in Sachen Schrauben haben wir das Vorhaben jedoch wieder verworfen. Aus heutiger Sicht eine gute Entscheidung... Und was nich is kann ja trotzdem noch werden…
Zurück zur Bikefarm. Jan und mich unterscheidet vor allem die Entscheidungsfreudigkeit. An besagtem Tag hatte er seinen Kauf nämlich schon seit einiger Zeit abgeschlossen. In seiner Garage stand bereits die wilde "Hilde". Eine nachtblaue, schon deutlich modifizierte 71er Shovelhead aus guten Händen - bereit zum Hand anlegen.
Es ist so eine Sache mit der Entscheidungsfreude - die, die sie haben, haben entweder ganz schnell Spaß oder greifen auch mal mangels Recherche tief ins Klo - das hat Janni zum Glück aber nicht getan. Die anderen, in dem Fall ICH, laufen Gefahr nie fertig zu werden und viel Zeit traurig vor MotoScout und Co. zu verbringen.

Das sollte sich an diesem Tag jedoch ändern... Ein paar Harley-Besichtigungen hatte ich immerhin schon hinter mir, was zumindest für's Vergleichen ganz gut war. Als erstes hab’ ich eine schwarze Shovel von 1970 gefahren. Es war nicht zu übersehen, dass der Vorbesitzer älteren Semesters war oder zumindest geschmacklich neben der Spur lief, denn er hatte den ganzen „Ride to live“-Katalog leergekauft und ans Bike geschraubt. Das Ding war von oben bis unten mit diesem Schriftzug gepflastert. War aber egal, hätte man ja abbauen können – doch der Hobel fuhr einfach beschissen! Und so ging’s zur nächsten Ausfahrt. Eine oliv-grüne (heute weiß ich, dass es „Fern Grey“ heißt…) 73er Harley stand bereit und ich ritt blubbernd vom Hof. Die umgedrehte Schaltung verlangte zwar meine volle Aufmerksamkeit, aber schon nach wenigen Minuten war eigentlich klar – DAS IST SIE!

Mit breitem Grinsen zurück im Laden kam dann aber wieder meine Entscheidungsfreude ins Spiel… der Preis! Egal, nach ein paar Tagen heftigen Ringens und immer wieder verliebten Anschauens der gemachten Bilder wurde der Vertrag schließlich unterschrieben und „Elli“ per Anhänger in ihr neues zu Hause gekarrt.

Der entscheidende Schritt zum Schrauben war gemacht! Nun steht das Bike in der Garage und es kann losgehen… das Winterprojekt: Extremeschraubing! Ach ja - und damit ihr auch wisst, wie die alte Dame aussieht… Ein schönes Mädchen.


1 Kommentar:

  1. Diese Maschine sieht wirklich rattenscharf aus! Ich hoffe, ich sitze da auch irgenwann mal drauf ;)

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