The Reincarnation of a 73' Shovelhead Harley

Dienstag, 25. Dezember 2012

Gute Vorsätze...

…sind die Pflastersteine auf dem Weg zur Hölle! Zumindest in Bezug auf Misses Harley Davidson war dies wohl das Motto des Jahres 2012! Mein letzter Eintrag stammt aus dem April und von dem was ich alles mal machen wollte hab ich rein gar nichts hinbekommen… Was heißt hier „machen“, es hat ja nicht mal zum Fahren gereicht. Über zwei holprige Ausritte sind Fahrer und Fahrzeug nicht hinaus gekommen. Das lag zum einen daran, dass andere Projekte für schwere Ablenkung sorgten - zum anderen, dass Mister Vergaser – der Drecksack – mal wieder jeden Versuch eines entspannten Ausritts an der dritten Ampel zunichte machte. Rüttel, rüttel, Gas geben, patschen, knallen, abgesoffen. Hassssss! ;-) Am besten noch auf der linken Spur… direkt vor einer vollbesetzten Bushaltestelle, bei der der nächste Bus auch erst in 30 Minuten kommt… Hat man dann endlich den 350-Kilo-Ofen im Schweiße seines Angesichts von der Strasse geholt muss man noch das unausgesprochene kollektive Mitleid ertragen – dabei schwanken die vielsagenden Blicke zwischen „er fährt bestimmt zum ersten Mal“ und „Vollidiot“… Schönen Dank auch!
 
Egal! Gehört eben dazu. Man könnte ja auch Reiskocher fahren - will man aber nicht. Somit muss man die Nebenwirkungen der amerikanischen Rüttelplatte eben demütig ertragen lernen. Noch schöner wäre natürlich, wenn Madame einfach mal tun würde, so wie jedes andere „normale“ Bike auch. Im Grunde kann sie aber nix dafür - es ist halt der Vergaser, der Parasit! Auch nach dreimaligem Tausch ist es mir offensichtlich nicht gelungen die ersehnte Symbiose mit dem Wirt herzustellen. Erst der Andrews Flowmaster von Keihin – nix! Dann der CV-Vergaser, auch Keihin – wieder nix! Und jetzt noch der Mikuni HS40 – noch mal nix!
 
Ritt auf Malle. Herrlich!
Aber wer aufgibt hat ja bekanntlich schon verloren… Und unverhofft kommt oft! Auf meinem Malle-Kurztripp bin ich in Harry’s Chopper Rental quasi über seine eigene Shovel mit S&S Super E „Shorty“ gestolpert. Und wie Harry mir versicherte tut ein 1200er Shovel mit eben solchem am Besten! Somit war mein Entschluss schnell gefasst, ein Shorty wird der nächste Versuch sein. Gesagt, getan. Nach kurzer Recherche und einem freudigen „Drei, zwei, eins… meins!“ liegt jetzt "Nummer 4" fertig poliert und einbaufertig in der Küche.
 
 
 
Wie dem auch sei. Aktuell ist nun mal Winter. Es ist kalt, es ist nass, die Lust auf Schrauben geht gegen Null. Nächstes Jahr wird wieder angegriffen!
 
In dem Sinne. Ho! Ho! Ho!
 
 

Sonntag, 29. April 2012

Harley-luja!

Letztes Aprilwochenende, die Sonne brennt – 3 Wetter Taft! Knapp 30 Grad sorgten für die nötige Motivation Milady nun endlich aus ihrem dunklen Verlies zu  befreien und mal kurz den Staubwedel zu schwingen. Grundsätzlich gibt es keine Klagen, auch wenn meine Garage jeden sibirischen Eigenbau in den Schatten stellt, so sehen die Oberflächen doch sehr manierlich aus.


Vor dem ersten Ziehen am Hebelstarter steigt der Puls jedes Mal von neuem in freudiger Erwartung des ballernden Geräuschs jenseits der 100 Phon Marke. Harley-luja! Einmal ziehen und die Nachbarschaft weiß nun, dass die neue Saison eingeleitet wurde.
Schon während sie im Leerlauf vor sich hinblubbert ziehen an meinem geistigen Auge die ersten Maßnahmen für 2012 vorbei: Klären, ob die beiden Töpfe unterschiedlich heiß werden, Abgaswerte mal messen, Primär und Hebelstarter endlich abdichten und vor allem den Vergaser, das unbekannte Wesen verstehen lernen…
Um den geistigen Vorhaben auch gleich mal Taten folgen zu lassen habe ich mir ein Laserthermometer besorgt. Mit eben solchem kann man die Temperaturen jeglicher Oberflächen bequem aus der Entfernung messen ohne Hand anlegen zu müssen. Geilomat!


Die Daten sind schnell ermittelt und widersprechen der ersten Vermutung, dass die beiden Töpfe unterschiedlich heiß werden. Ganz im Gegenteil, sie liefern identische Werte ab, wobei sich die Temperatur vom Zylinder über den Zylinderkopf hin zur Rockerbox deutlich reduziert. Fakt ist aber, dass der vordere Krümmer stark verfärbt ist und tatsächlich auch ca. 20 Grad heißer wird als der hintere.
Dies liegt bestimmt an der enormen Reibung, die vorn entsteht wenn Elli mit Höchstgeschwindigkeit die Luft durchpflügt ;-) Die Endrohre hingegen sind mit knapp 40 Grad schon wieder fast Handwarm…


Montag, 5. Dezember 2011

Winterschlaf...


Der Winter ist sich uneins, genauso wie die Prognosen: von wärmer als normal bis saukalt ist mal wieder alles dabei. Wie auch immer. Der Feuerstuhl muss drin bleiben. Es ist Winterpause!

In einem Wintercheck habe ich neulich gelesen: Sorgen Sie für eine konstante Raumtemperatur und gute Belüftung… Sehr schön, zumindest mit ersterem kann ich nicht dienen. In meiner Garage gilt das Motto: Außentemperatur gleich Innentemperatur. Dafür hab ich diesmal versucht bei den anderen Themen zu punkten, damit Madame im nächsten Frühjahr ohne große Zickereien wiederbelebt werden kann: Batterie raus, Reifendruck um ein Bar erhöht, komplett aufgebockt zur Entlastung der Räder, ölige Lappen in die Rohre etc.

Aber das Wichtigste war und ist mal wieder der Vergaser…
Dazu habe ich Elli noch mal angeworfen und ihr dann den Benzinhahn zugedreht. Klar, dass dann der Vergaser leer läuft und sie den Dienst quittiert. Von Mikuni hab ich jedoch denn Tipp bekommen, den Gashahn voll aufzuziehen und in der Stellung über zwei Wochen zu arretieren. Dann ist wirklich alles aus den Vergaser-Kapillaren verdunstet und kein Sprit kann in den engen Gängen paraffinieren!

Wie immer ist man jedoch zu faul sich umzuziehen und so habe ich mich mit meiner teuren neuwertigen Laufhose auf den Bock gesetzt… Nur mal kurz anmachen… Als ich danach auf dem Sofa die Beine hochgelegt hatte dachte ich im ersten Moment – Krass, was für Motten! Beim zweiten Hinsehen war klar, dass es solche Motten nicht gibt und ich mir gerade ohne es zu merken am Auspuff ein 10 mal 10 cm großes Lochmuster ins schicke Polyesterkleid gebrannt hatte. Na herzlichen Glückwunsch!

Schlaflied

Devil's Lullaby by Boog Music

Samstag, 22. Oktober 2011

Strike!

Mission Plakette ist seit letzter Woche erledigt! Bis 2013 ist nun wieder Ruhe und nicht nur das - vor dem nächsten offiziellen Auftritt muss man sich auch keinen Kopf mehr machen. Alles eingetragen: Reifen, Bremsschläuche und vor allem der Vergaser mit Luftfilter. Für letzteren brauchte es noch eine Geräuschmessung auf dem Feldweg um die Ecke. Hab mich selten so gefreut sportliche 220 Euronen (für Abnahme und Eintragungen) auf den Tisch legen zu dürfen…


Das Jahr neigt sich dem Ende und die Garage ruft. Aber bevor’s in den Winterschlaf geht brauchte es wenigstens noch einen gelungenen Abschluss! Das Wetter war bestens, die Temperaturen erträglich und das Ziel die erste echte Herausforderung: Harz!

Auf den letzten Steigungen vor Torfhaus hat sie geschrien, man konnte jedem Ventil bei der Arbeit zuhören und auch die Leistungsabgabe baute mit jedem weiteren Höhenmeter radikal ab, in engen Kurven haben die Trittbretter Funken gesprüht und gesoffen hat Madame gefühlte 15 Liter auf Hundert… aber egal - Elli hat 150 Meilen am Stück abgeritten und damit zum ersten Mal bewiesen, dass sie mehr kann als nur Kurzstrecke. Das lässt hoffen für’s nächste Jahr!

Donnerstag, 15. September 2011

Ich sach nur TÜV…

Kaum zu glauben, zwei Jahre sind schon rum und Elli muss mal wieder auf Straßentauglichkeit untersucht werden. Gefühlt war das Wetter die letzten 3 Monate ja durchgehend Kacke und irgendwie ist keine richtige Lust zum Fahren aufgekommen. Hatte schon gedacht, das war’s für dieses Jahr – bis mir neulich die Plakette ins Auge fiel…


Fakt war, einfach mal so hinfahren wird wohl nix. Dennoch war mir nicht klar, was für ein Hickhack nun schon wieder ansteht. Ich wusste, dass sowohl die Reifen als auch der Vergaser ein Thema werden. Ebenso die Stoßdämpfer, die Bremsleitungen und der Lenker – wobei für Letztere schon ABE’s vorliegen.

Der Vergaser ist wieder ein gutes Beispiel für deutsche Über-Regulierung. Viel Lärm um Nichts… Da schraubt man sich was Neues an den Ofen, weil der alte tatsächlich nicht mehr tut – und schon fangen die Probleme an. Es ist ja nun keine Seltenheit, dass Mikunis an Shovels verbaut werden, aber dennoch gibt’s leider keine offizielle Freigabebescheinigung. Bis zum Zeitpunkt der Abnahme hatte ich noch darauf vertraut, dass die Jungs bei einer 40 Jahre alten Maschine wohl gnädig sein werden oder es zumindest gar nicht merken. Weit gefehlt. Das Erste, wonach der gute Mann fragte war der Vergaser. Mist… Da ist er wieder - der Praedestinatio. Offensichtlich ist gerade mal wieder eine Phase wo sie alle ganz genau hinschauen... In dem Fall bleibt jedoch unklar, warum. Ob ein Moped, welches eh nicht über die 100 km/h-Grenze hinaus kommt jetzt 2 PS mehr hat oder nicht…, zumal man bei der Lenkerbreite schon freiwillig aufs Rasen verzichtet…

Wie auch immer. Es könnt wieder alles so einfach sein, isses aber nicht. Immerhin das Thema Reifen konnte ich gut im Vorfeld lösen. Ich hatte zwar gesehen, dass die Avon Tires nicht die originalen Pellen waren, aber erst beim genaueren Hinsehen offenbarte der Fahrzeugschein eine Markenbindung. Kotz! Die deutsche Avon Vertretung hat mir aber netterweise genau für meinen Bock eine Freigabebescheinigung ausgestellt. Damit war zumindest schon mal dieses Thema save. Zudem gibt’s von Harley noch ein schönes Dokument, gemäß dem ohnehin keine Bedenken bestehen, solange die Größenangaben passen – und auch das ist wieder eine Wissenschaft für sich.
- kleine Reifenkunde-

In meinem Fahrzeugschein steht: MT90-16 von Goodyear oder Dunlop. Aufgezogen sind aktuell: 5.00-16 von Avon. Passt aber, weil:
  • Das M steht für Motorcycle.
  • Das T steht für 5.1" Breite
    (entspricht 130mm Reifenbreite).
  • Die 90 steht für 90% Höhe (Breiten/Höhenverhältnis).
  • Die 16 für den Felgendurchmesser.
Gut – zurück zum eigentlichen Ärgernis – dem Vergaser. Die DEKRA hat gleich vorab abgewunken, da sie gar keine Eintragungen machen darf - außer im Osten, da ist es umgekehrt…!? Der TÜV wiederum hatte gleich signalisiert, dass durch den Vergaser ein anderes Leistungsverhalten resultieren kann und daher bräuchte es eine aktuelle Leistungsmessung, wo auch immer man so was her bekommt. Zusätzlich müsste auch eine neue Geräuschmessung her, denn sie könnte ja nun lauter sein als zuvor… Da fahr ich zur Schonung extra nur Rentner-Speed und nun soll ich auf irgendeinem Prüfstand den Hahn aufreißen bis sie brüllt? Never! In meinem Ärger über den anstehenden Aufwand kam mir die Idee noch mal bei Mikuni anzurufen und dort nach einer solchen zumindest vergleichbaren Leistungsmessung zu fragen. Wie bei den letzten Anrufen auch gab’s wieder eine sehr fundierte Rückmeldung und zusätzlich tatsächlich das begehrte Papier genau für meine alte Dame!

Zu guter Letzt bedurfte es für eine erfolgreiche Abnahme noch ein wenig Handarbeit: Der Außenspiegel hatte sich abgerüttelt, dem Kennzeichen fehlte die Grundplatte und die Mini-Knöpfe an den Lenkerarmaturen hatte ich bisher nie angebaut.

Ich konnte den Spiegel, den Hartmut mir vom Flohmarkt mal mitgebracht hatte gerade noch während der Fahrt fangen, als er sich entschied auf und davon zu fliegen. Offensichtlich war meine erste Konstruktion ne Gurke. Diesmal hab ich dafür Hosenträger und Gürtel gemacht: Gewinde innen neu gebohrt, Gewindestift auf Länge geschnitten und eingeklebt, Gummischeibe eingebaut, damit er sich unter dem Winddruck nicht wieder wegdreht und von unten mit Hutmutter und Sprengring gekontert.



Fürs Kennzeichen hatte ich mir aus einer Aluplatte ein passendes Stück ausgeschnitten und schließlich solange darauf rumpoliert, bis das matte Blech glänze wie ne Speckschwarte. Polieren ist überhaupt meine Spezialität… Wo andere aufgeben, mach ich weiter. Bis zur Milchsäuregärung der Unterarmmuskulatur…


Thema Schalter: Bisher hatte ich meine Finger immer in die kleinen Öffnungen der Schaltergehäuse gebohrt um die Schalter zu betätigen. Entweder sind die Nachbau-Hütchen einfach Müll oder es war schon immer eine bekloppte Konstruktion. Man muss die Teile draufpressen. Dumm nur, dass es ja ein Schalter ist, und der beim Pressen gewöhnlich rein geht. Um das Dilemma zu lösen hab ich die Schalter innen etwas aufgeweitet und schließlich mit „7 Tonnen Sekundenkleber“ eingeklebt. Mal sehen, ob der Kleber hält was er verspricht…

Und all das nur für eine 3,5 cm große Plakette… Jetzt muss ich nur noch hin und sie auch bekommen. Wir werden sehen… Stay tuned.

Montag, 13. Juni 2011

Ein schöner Tag!

Ein Tag Urlaub in Lauenau… Das Ziel: Optimierung!

Ich habe nun jedes Organ von Elli einmal in der Hand gehabt - sprich – auseinander bauen, schön machen und wieder zusammen bauen - das hab’ ich hinbekommen! Aber für die Feinabstimmung braucht’s dann wohl doch etwas mehr, als mal bisschen Rumprobieren und Buch lesen... Von daher war klar: einmal Antreten in Lauenau zur ganztägigen Audienz. Nach der letzten Fahrt erschloss sich auch dem Laien ohne große Ahnung, dass der Auslieferungszustand wohl ein anderer gewesen sein muss… sonst wär’s mit dem 100jährigen Jubiläum in Milwaukee nie was geworden… der Motor klingelte und nagelte heftig im oberen Lastbereich, ab geschätzten 45 Meilen war Ende und es wurde mächtig rau unterm Sitz... Das alles sorgte für Kopfkino der bewährten Art: es schwebten ständig Bilder vorbei, in denen sich der Motor von innen pulverisierte. Mit Lust am Fahren hat das nichts zu tun... Von daher stand die Mission fest: erst mal Kupplung prüfen, denn auch da war’s ja immer noch am Haken - dann Motorklingeln identifizieren, dafür Stößel und Unterbrecher checken, und schließlich Funktion der Ölpumpe, Öl-Temperatur und –Druck absegnen lassen.

Als erstes ist Hartmut mal ausgeritten um sich selbst ein Bild zu machen. Fazit: stimmt, da stimmt was nicht! Den größeren Eingriffen gingen kleinere Einstellarbeiten voraus. Kupplungszug, Kupplungsgriff und Fußschalthebel. Als nächstes war der Unterbrecher dran. Dieser sitzt im Steuergehäuse auf der rechten Kurbelgehäusehälfte – und wird von „Eddie the Eagle“ bewacht… ;-) Letzterer scheint wohl „handmade“ aus einer Messingplatte graviert zu sein und ist Geschmackssache. Die „Ride to live-Fraktion“ wird ihn lieben, der Rest eher beschämt wegsehen… ist mir egal, ich find ihn schon wieder cool und deshalb bleibt er dran!

- „Eddie the Eagle“ -

Zurück zum Unterbrecher… Wie der Name schon sagt unterbricht derselbige den Primärstrom durch die Zündspule, wodurch an der Zündkerze ein Funke überspringt und somit das Benzin-Luft-Gemisch entzündet. Der Zündzeitpunkt wird durch die Stellung des Unterbrechernockens zum Unterbrecherhammer bestimmt. Ich hatte gesehen, dass bereits ein „Blue Strike Tune Up Kit“ verbaut wurde - sprich Nocken, Hammer und Kondensator mal ausgetauscht wurden - aber ich hatte keine Ahnung ob das alles seine Richtigkeit hatte. Kurzum – es war komplett falsch! Durch fehlerhafte Einstellung wurde die Zündung bereits ausgelöst bevor der Kolben seinen höchsten Punkt erreicht hatte. Somit musste in der Abwärtsbewegung noch gegen die Explosion angearbeitet werden. Kein Wunder, dass da die Power fehlt. Damit war schon mal ein wesentliches Problem diagnostiziert!
- Unterbrechernocken und -hammer -

Nächste Baustelle waren die Stößel, welche von ehemals starr (so die Rückmeldung vom Vorbesitzer) auf die originalen Hydro’s umgebaut wurden. Wie in den Anfängen berichtet stammten die hydraulischen Stößel aus Teheran! Mein Vorbesitzer – ein Fernsehmann – hatte sie bei einem Dreh von der Schah-Polizei erworben! So weit – so gut, aber auch hier die Diagnose: komplett falsch eingestellt – und wahrscheinlich der Grund für das Klingeln, denn die Stößel taten so nicht das, was sie tun sollten – nämlich bei zunehmender Hitze und materialtechnischer Ausdehnung des Zylinders für ebensolche Ausdehnung der Stößelstangen zu sorgen. Ausgebaut, gereinigt, eingebaut, diesmal korrekt eingestellt und siehe da: klingeln weg! Heureka!

- Ohne Stößel -

Ebenso positiv: Auch in Sachen Öl passt alles! Vor zwei Jahren wurde Elli wegen der besseren Ölversorgung eine neue S&S-Ölpumpe spendiert. Die Pumpe tut und der Druck ist bestens für ein Mädchen in dem Alter. Nach dem Starten steigt die Anzeige kurzzeitig auf Werte bei 40 psi, beim Gasgeben auch gern mal höher - nach Erreichen einer konstanten Betriebstemperatur stellt sich dann jedoch schnell ein stabiler Wert von 20 psi ein. Im Leerlauf sinkt die Druckanzeige auf nahezu Null ab, weil das Öl mittlerweile dünn wie Wasser ist. Die Temperatur selbst scheint auf dem Taiwan-Thermometer ohnehin nur ein Schätzwert zu sein…

- Druck auf'm Kessel -

Gegen 16:00 Uhr bin ich mit breitem Grinsen vom Hof geritten und nach 1 Stunde Fahrt auch mit eben solchem zu Hause gelandet – trotz gefühlter Windstärke 10 und jede Menge Sandlastern vor mir…

Ein schöner Tag!

Freitag, 13. Mai 2011

Ein bisschen Gas muss sein…

Wir waren nicht untätig! Soll heißen, der Vergaser tut! Und wir waren auch schon auf der Straße – ohne Zwischenfall… und ohne Liegenbleiben…

Letztes Jahr war ich ja noch der festen Meinung, dass der alte Andrews Flowmaster, ein Tuningvergaser aus den 70ern wieder zum Leben erweckt werden könnte. Einen Versuch hatte ich auch schließlich unternommen und ihn bei Hartmut zum lecker Ultraschall-baden abgegeben – vergebens und leider auch nicht umsonst. Wahrscheinlich ist er dann doch ne Spur zu alt und in den tiefsten Windungen seiner Kanäle leider ordentlich zugesetzt. Zumindest war er auch nach der Säuberung immer noch am Stottern und im oberen Lastbereich hatte man das Gefühl man fährt’nen 50ccm-Roller – da kam gar nichts mehr.

- Andrews Flowmaster -

Die endgültige Entscheidung ergab sich jedoch eher aus dem Umstand, dass sich der Schwimmer immer wieder in der Kammer verklemmte und so den Sprit zum Luftfilter rausspuckte.
Als Alternative sollte zum Testen erstmal ein CV-Evo-Vergaser ran. Hab’ mir schließlich auch einen für überschaubares Geld besorgt, aber trotzdem nie angebaut. Denn relativ schnell war klar, dass beim Vorhaben „neuer Vergaser an altes Bike“ wie immer nix, aber auch gar nix zusammenpasst… Gaszug nicht an den Vergaser, Vergaser nicht an den Manifold, Luftfilter nicht an den Vergaser…

Nur für mal Testen schien mir der Aufwand dann doch zu hoch, also sollte es gleich richtig sein und so ist es ein Mikuni HS-40 geworden. Ein Flachschiebervergaser, der den alten Big Twins ordentlich Dampf machen soll und zudem noch optisch schicki daher kommt.


Da der Mikuni aber nur über einen Adapter am Manifold gesteckt wird braucht es eine Abstützung über den Luftfilter. Die habe ich mir von Mikuni Topham besorgt. Aus Lauenau gab’s dann noch ein Aludrehteil, welches wiederum eine feste Verbindung mit der Grundplatte eines Luftfilters ermöglicht. Der originale Luftfilter für den Mikuni HS-40 ist leider ein Riesen-Aparillo und schied daher sofort aus. Das bedeutete jedoch wieder hindengeln eines anderen K&N-Lufis, sprich Innendurchmesser der Grundplatte aufweiten und mit neuen Bohrungen versehen. Das rumdoktern hat sich aber gelohnt, denn jetzt sitzt alles wie Ast.

- Gaszug mit Schraubnippel -

- Alu-Adapter und Stütze -

- Grundplatte -

- vorläufiger Endzustand -

Dran isser und fahren tut sie. Liegen bleiben war gestern. Trotzdem ist der Setup noch optimierungsbedürftig. Oben könnte ruhig noch mehr kommen – denn – ein bisschen Gas muss sein… :-)

Sonntag, 10. April 2011

Alteisen...

Da steh’ ich so an meiner Werkbank und mein Blick haftet plötzlich an Oppa’s uralt-Schraubstock - und was fällt mir da auf? Auch der ist Alteisen aus the good old JU ÄS EH! Und zwar aus Cleveland - 7 Stunden von Milwaukee. Für amerikanische Verhältnisse ja quasi um die Ecke. Er hat mir bisher immer gute Dienste erwiesen und verdient von daher auch ein Foto!

Freitag, 18. März 2011

I'll be back...

Eigentlich wollte ich ja vorbereitet in den Winter gehen! Batterie ins Warme. Den Tank randvoll mit Sprit. Ölige Lappen in die Endtöpfe. Alle Teile noch mal schön versiegelt. Und dann die alte Dame natürlich noch ordentlich aufgebockt, damit sie über den Winter auch keinen Hüftschaden bekommt. Gute Vorsätze sind ja bekanntlich die Pflastersteine auf dem Weg zur Hölle…

Gemacht hab' ich davon nämlich gar nix, ganz im Gegenteil. Rein in die Garage und Tür zu. Na damit die alte Dame zumindest im Trockenen steht, hab' ich die Bärbel, meine alte Reise-Enduro zumindest nach draußen auf die Terrasse geschoben - und da steht sie heute noch… und wurde davon auch nicht besser…

- Die Bärbel, die arme Sau -
An Elli selbst gab's den ganzen Winter keine Aktivitäten mehr. Aber die schlimmste Eiszeit liegt wohl hinter uns und somit steht schon fest, was es als Nächstes zu tun gibt. In den nächsten beiden Wochen müssen als Erstes der Vergaser und die Batterie wieder zum Leben erweckt werden. Da sind wir mal ausgestiegen, und da steigen wir wieder ein. Ready to rumble!

- Vorletzter Ausritt 2010 -

Samstag, 21. August 2010

On the 8th day God created Harley Davidson

Die letzten zwei Ausritte waren ziemlich holprig… Der Vergaser tut nicht wirklich zuverlässig, der Primär ist undicht und die Kupplung trennt auch wieder schlechter… Das sind die nächsten Missionen! A bikers work is never done...


Montag, 9. August 2010

Summa summarum…

Ein reichlicher Monat ist vergangen und der ein oder andere Ausritt liegt bereits hinter uns. Und wir können mit Stolz berichten, die Mädels tun noch! Bei Elli gab’s noch mal einen neuen Satz Kupplungsscheiben – lecker eingelegt in Öl – sowie einen Clutch Retainer, der den Kupplungskorb daran hindert, auf der Welle zu wandern. Bei Janni’s Hilde gab’s neue Selfmade-Halterungen für den Fender, da sich die alten einfach mal abgerüttelt hatten… Aber ansonsten keine Ausfälle! Immerhin - als ich letztes Jahr den Kaufvertrag für Elli unterschrieb, da kamen wir aus dem Tal der Ahnungslosen. Echte Rookies! Keinen Plan von nix, aber Großes vor.

Und ja - ich war schwer geblendet von Elli’s Gesamterscheinung und schnell verliebt. Wenn ich heute die Detail-Bilder sehe, hatte ich wohl bei vielen Sachen Tomaten auf den Augen. Ich hab's einfach nicht gesehen - weder den massiven Siff noch das bunte Potpourri an Teilen, die manchmal auch gar nicht so original waren, wie man mir beim Kauf suggerierte... Ich entsinne mich noch sehr gut an die Anzeige: "1A-Police Shovel in sehr, sehr gutem Zustand" war da der Wortlaut. "Goldstaub" war das häufig gewählte Synonym für Elli's Körperteile.

Heute, nach über einem halben Jahr intensiver Erfahrung sieht man das alles etwas abgeklärter und aus einer neuen Perspektive. Und egal mit wem man spricht, diesen Werdegang macht wohl so ziemlich jeder durch - scheint ganz normal. Und damit eines klar ist - ich bereue den Kauf keineswegs, ich bin in Elli immer noch schwer verliebt und würde es wahrscheinlich genauso wieder machen. Beim nächsten Projekt wird man einfach nur mit mehr Durchblick an die Sache rangehen.

"Man muss seine Fehler verdoppeln, um seine Erfolge zu vervielfachen …"
T.J. Watson, Gründer von IBM

Am Ende ist wie immer alles anders gekommen, als gedacht. Anfangs war ich noch der Meinung mit ein wenig polieren und aufhübschen wäre so einiges zu reißen. Mit der Entscheidung die alte Dame wirklich komplett zu zerlegen kam dann jedoch eines zum anderen und immer wieder die Einsicht, wenn man das jetzt macht, dann kann man auch das machen, und das, und das, und das… Zwischendurch habe ich mir die Rechnungen einfach gar nicht mehr angesehen. Aber jetzt, wo alles fertig ist, ist es auch mal Zeit Bilanz zu ziehen. Was ist alles passiert und was hat die ganze Aktion eigentlich gekostet…?

Als ich die Rechnungen gerade durchgegangen bin ist mir schnell die Lust vergangen wirklich alles aufzuschreiben, aber auf jeden Fall ne ganze Menge… Rahmen strahlen und pulvern, Lenker, Kupplungskram, Tankdeckel, Teardrop, Auspuffhalterungen, Gaszug, Benzinhahn, Schalthebel, Luftfilter, Kabel, Stecker, Schläuche, Trittbretter, Kettenschutz, Batteriekabel, Bremslichtschalterkram, Motorhalter, Zündkabel, Kupplungszug, Zündschloss, ein Haufen Schrauben, Starter Relais, Kupplungshebel, Kontrollleuchten, Schalter, Kette, Getriebe überholen, Sicherungen, Dichtungen, Relais, Sockel, Hebelstarter, E-Box, Öldruckanzeige, Stoßdämpfer, Tankversiegelung, Ständer, Lampenring, Bremssattelinstandsetzung, Tanks, Fenderstruts, Schraubenkits für Tank und Fender, Lager, Spacer, Motorentlüftung, komplette Lackierung und, und, und …

-ausgetauschtes Altgeraffel –
















Strich drunter und alles zusammen gezählt komme ich auf schlanke 6.700 Euronen. Dazu kommen noch mal 1.200 Euros für Werkzeug, Motorradheber und Co. Addiert man das Ganze mit dem Anschaffungspreis wird klar: das Geld bekommt man bei dem kaputten Markt wohl nicht mehr zurück… Aber das macht auch nichts, denn hier geht’s ja in erster Linie ums Schrauben. Und das erste Projekt ist sowieso für immer. Das wird eh nicht mehr hergegeben ;-)

Dabei fällt mir ein Artikel in der Custombike ein, der über ein Buch mit dem treffenden Titel „ich schraube, also bin ich“ berichtete. Der Autor schreibt „vom Glück, etwas mit eigenen Händen zu schaffen“ und meint „Wer schraubt, der kann die Welt besser verstehen.“ In dem Sinne!

Dienstag, 29. Juni 2010

Ich habe Feuer gemacht!

Letztes Wochenende war es dann so weit! Nach einem guten halben Jahr sollte Elli wieder zum Leben erweckt werden - quasi wachgeküsst aus ihrem Schlaf. Es war Samstag, bestes Wetter und es lagen nur noch überschaubare Tätigkeiten vor uns. Dachten wir!
Gaszug auf korrekte Länge bringen, die beiden Tanks und das Dashboard montieren, Benzinhahn, Filter und Leitungen anbauen, Batterie anklemmen und Attacke! Der Schraubnippel am Gaszug war zwar fummelig, aber kein Problem. Die neuen Tanks und das Dashboard hingegen passten erstmal gar nicht zusammen. Die Hasskappe! Nach 6 Stunden (!) Anpassen mit neuen Schrauben, Scheiben, Spacern und Flex (…) saß dann aber alles wie ans Bike gegossen. Stolz! Der neue Pingel-Benzinhahn und die Leitungen ließen sich wiederum ohne nervigen Rückschlag verbauen - alles dicht. Das war erfreulich. Anders der Vergaser… der wollte mal wieder nicht, der Drecksack! Der Schwimmer hat einfach nicht geschlossen und die Suppe kam im Sturzbach aus dem Luftfilter… Für so was ist die Benzinmatte von Accel wirklich Gold wert. Ein must have! Scheinbar war der Schwimmer in der Kammer verklemmt. Bleibt nur zu hoffen, dass er es in Zukunft nicht wieder tut… Ja, ja - da ist es wieder… könnt alles so einfach sein, isses aber nicht!

Jetzt fehlten nur noch die Öle, der Sprit und die Batterie. Und schließlich der entscheidende Satz: Gentleman, start your engine! Mit Angstplakaten unter den Achseln habe ich schließlich am Hebelstarter gezogen. Die Starterwelle rückte ein und setzte den Primärantrieb mit brutaler Kraft in Bewegung - und als wär es gestern gewesen, meldete sich Elli zurück ins Leben. Beim ersten Versuch! Eine sattes Ballern erfüllte unsere Ohren. In Bruchteilen von Sekunden schalteten alle meine Synapsen auf Durchgang: ENDORPHIN-Ausschüttung am Limit.

Ich habe Feuer gemacht! ;-)

OK, sie lief. Nun musste die Summe der Teile aber auch im Straßeneinsatz bestehen. Ist alles da wo es hingehört? Habe ich wirklich jede Schraube festgezogen? Halten die Bremsen? An meinem geistigen Auge zieht dabei eine Werner-Szene vorbei, in der sich das Bike beim Fahren in Zeitlupe völlig pulverisiert. Frei nach dem Motto: Parts may fly off at top speed

Nicht viel nachdenken, Helm auf und masel-tov... Janni fuhr zur Abschirmung hinter mir her - bestückt mit einer Wanne voller Werkzeug… Nach den ersten Bremsversuchen und dem Gefühl von labbrigem Toast - aber der Gewissheit, dass man zumindest wieder zum Stehen kommt ging der Rest wie von selbst. Ich habe nichts verloren und im Gegensatz zum Zustand vorher sind wir auch nicht liegen geblieben - sie hat getan!

Bis zum nächsten Tag…

Da wollte ich zu meinem nächsten Ausritt starten, aber leider tat sich nichts mehr. Gar nix! Batterie tiefentladen - über Nacht! So ist das halt mit den alten Damen. Deswegen machen wir das hier. Nicht aufgeben, weitermachen! Die PEP war somit natürlich nicht zu machen, aber immerhin war ich zum Zieltermin on the Road again. Knapp daneben ist aber auch vorbei. Dann eben nächstes Jahr ;-)

Jetzt geht’s erstmal darum die letzten Fehler auszumerzen und dafür zu sorgen, dass Elli auch wirklich zuverlässig ihr Ziel erreicht. Die erste Prognose zur leergesaugten Batterie war "Altersschwäche meets vergessenen RUN/OFF-Schalter". Den hatte ich über Nacht nämlich nicht zurückgestellt und somit der Batterie mit dem Relais einen latenten Verbraucher bescherrt. War auch fast richtig, aber es war nicht das Relais selbst sondern die Zündspule, und die hat sich 2 Ampere je Stunde genehmigt. Damit war nach 16 Stunden Ende im Gelände. Klemme 87 und 87a am Relais getauscht und schon stand 0,00 auf dem Multimeter. Das Thema ist also vom Tisch. Als nächstes müssen wir uns der Kupplung widmen. Auch hier gibt's Bedarf… Bericht und Bilder folgen.

- Elli mit Schirm -

Dienstag, 22. Juni 2010

We break for nothing...

… aber nicht, weil wir nicht wollen, sondern weil wir nicht können... Von einer 37 Jahre alten Harley-Bremse darf man einfach nicht zu viel erwarten – die beißt nicht wirklich zu, wenn man sie betätigt. „Wer bremst verliert“ kommt hier nicht von ungefähr…

Im Jahr 1972 bekamen die Harley’s zum ersten Mal vorn eine Scheibenbremse verpasst. Absolute Revolution! Und im Folgejahr '73 - also Elli’s Geburtsjahr - wurde dann auch am Hinterrad von Trommel auf Scheibe umgerüstet. Somit gehört Elli zu den ersten Bikes, die mit den „Bananen“-Sätteln ausgerüstet worden sind.

Nachdem die beiden Anlagen abgebaut waren offenbarte sich auch hier wieder mal der ganze Siff der letzten Jahre. Klar, dass die vier Sattelhälften auch zum Pulvern mussten. Zudem gab’s natürlich neue Dichtungen und Schrauben sowie neue Ventile und Leitungen. Für den Handbremshebel gab’s zudem noch einen Reparatur-Kit, da durch die Nachlaufbohrung im Zylinder einfach keine Bremsflüssigkeit nachgepumpt werden konnte.

- Vorn vorher -

- Vorn nachher -


- Hinten vorher -

- Hinten nachher -

Apropos Bremsflüssigkeit… Dieses Zeug ist wirklich ätzend! Es toppt zwar nicht die Tankversiegelung, aber dennoch nervt’s wenn es über Lack und Chrom läuft. Dabei kann man die Schraubverbindungen noch so fest anziehen, das Zeug sucht sich seinen Weg...

Interessant war, dass man die Bremsen durch die Entlüftungsventile befüllen musste. Wir haben es natürlich erst mal über den Handbremszylinder versucht und uns gewundert, warum sich da nix tut - von oben schafft man es einfach nicht die riesige Luftblase rauszudrücken. Wie auch immer, wir haben auch das gemeistert - alles dicht und schön. Jetzt kommt's nur noch drauf an, ob's auch tut…

Fakt ist, eine Harleybremse lebt vom vorausschauenden Fahren. Gefahrenbremsungen gibt’s einfach nicht...! Außerdem gilt ja: Wer spät bremst fährt auch länger schnell… ;-)

Montag, 14. Juni 2010

Wenn Gott Dir Scheiße gibt…

dann schnitz Dir daraus eine Geige und spiel Mozart! (der Stromberg…) Keine Ahnung warum, aber als ich Öltank und Batteriekasten an den dafür vorgesehenen Silentblöcken wieder einbauen wollte passte nix mehr! Das Ganze muss einer vorher mit brachialer Gewalt zusammengeballert haben. Ich hatte beim Zerlegen zwar Massen von Bildern gemacht, aber genau von dem Part war natürlich keins dabei… Macht auch nichts, da es schließlich keine Veränderungen gab. Der Öltank ist original und nicht verformt, ebenso der Batteriekasten und von den Silentblöcken gibt’s im Zollbereich offensichtlich nur die 2 cm starken. Somit hieß es biegen…Ein bisschen an der Lasche des Batteriekasten, ein bisschen am Tank. Jetzt sitzt’s auch wieder wie es sein soll… ;-)

Darüber hinaus gab’s jede Menge andere Arbeiten, die keiner sieht, die aber auch gemacht werden müssen und jeweils ne Menge Zeit verschlingen…

- Tachowelle fetten, neue Halterungen -

- neuen Kupplungszug montieren -

- neue Motorschutzplatte (gab’s vorher nicht) -

- zweites Halteblech am Getriebe für den Batteriekasten (gab’s vorher nicht) -

- neuer Motorhalter mit Schrauben (vorher war einer von der FX montiert) -

- neuer Satz Zündkabel und Kerzen sowie Wiederherstellung des Zündspulen-Halters -

 - Sicherungen im Dashboard -

- originale Halteklemmen -

- neues T-Stück für die Hinterradbremse mit Anschluss Bremslichtschalter -

- originale Schrauben hinterer Bremsanker -

- neue Öldruckanzeige (alte war defekt) -

- neue Ölleitungen mit neuen Anschlüssen an der Pumpe -

- neue O-Ringe am Manifold (wegen Nebenluft) -

- Sanierung der rechten Fußbremsanlage. Hier passte nichts mehr… Komplett verbogen und ein Teller bunter Knete, was die Schrauben angeht… -

- Sanierung der linken Schaltanlage mit neuem Seitenständer. Auch hier passte nix… Der Ständer musste neu, weil der alte nur notdürftig hingeschweißt war und man beim Abstellen jedes Mal dachte, gleich kippt sie um… -

Das mit der Pre Evo Party wird wohl eng... Mein aktuelles Problem: die Bremsen...